Jahreshauptversammlung 2017


 

Wasserrettung steuert neues Vereinsjahr an

Erstellt von: alex.schrattenthaler

KRAMSACH (rh) Die Wasserrettung - Einsatzstelle Mittleres Unterinntal (Kramsach) feierte am 2. Feber im Saal des Gasthofs Ascherwirt in Brandenberg ihre diesjährige Jahreshauptversammlung. Einsatzstellenleiter Michael Außerhofer betonte dabei besonders das große Engagement seines „Bauteams“ bei der laufenden Stützpunkterweiterung: Das im Sommer 2017 begonnene Bauprojekt um die Erweiterung des Rettungszentrum Kramsach mit einer Garage für die Einsatzfahrzeuge der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) als auch der Bergrettung soll in diesem Jahr fertiggestellt und feierlich eingeweiht werden. Für seine engagierte Bauleitung im ÖWR-Team durfte sich Einsatzstellenleiter-Stv. Thomas Schaffer in einer spontanen Ansprache einiger Vorstandsmitglieder würdigen und branchengerecht mit dem goldenen Helm zum „Baumeister“ krönen lassen (siehe Foto).

 

Zuspruch für die Einsatzstelle Mittleres Unterinntal

Kramsach darf sich über eine konstante Mitgliederzahl freuen: 350 Wasserretter und Wasserretterinnen der Einsatzstelle Mittleres Unterinntal tragen die Parole der ÖWR „Jederzeit einsatzfähig – jederzeit einsatzbereit!“ auch im neuen Vereinsjahr 2018 mit. Diese Mitgliederzahl bestätigt die engagierte Arbeit der Einsatzstelle, die sich unter anderem in ihrem mannigfachen Ausbildungsangebot, Jugendprojekten, Kinderschwimmkursen, dem traditionellen Frühjahrsputz und ihrem erfolgreichen Einsatzmanagement niederschlägt. „Teamgeist“ wird bei der ÖWR aber generell groß geschrieben – die Einsatzstelle Kramsach durfte sich bei ihrer Jahreshauptversammlung über den Zuspruch der umliegenden Einsatzstellen freuen: Mitglieder der Einsatzstellen Reith, Zillertal und Schwaz würdigten die Kollegen mit ihrem Besuch, ebenso wie einige Vertreter der Betreuungsgemeinden: Die Bürgermeister Bernhard Zisterer (Kramsach), Werner Entner (Münster) und Ing. Rudolf Pucher (Brixlegg) konnten ebenso wie der Vizebürgermeister von Brandenberg, Georg Haaser, und die Vizebürgermeisterin von Breitenbach, Martina Lichtmannegger, begrüßt werden. Ebenso durfte Außerhofer mit seinem Team dem Bezirkshauptmann von Kufstein, Hofrat Dr. Christoph Platzgummer, dem Bezirksfeuerwehrkommandanten der Abteilung „Wasserdienst“ und Abschnittsbrandinspektor für Kirchbichl, Helmut Burgstaller, dem Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Kufstein, Dr. Heinrich Scherfler, dem Chefinspektor der Polizeiinspektion Kramsach, Richard Hotter, als auch Landesleiter Dr. Markus Kostner (ÖWR Landesverband Tirol) für ihr Kommen danken.

 

Förderung des ÖWR-Nachwuchses und Filmprojekte

Zuspruch erhält die Einsatzstelle auch durch ihre gefragten Jugend- und Filmprojekte. Durch den Blaulichttag mit der VS Brandenberg im Vorjahr etwa betont die Einsatzstelle, wie wichtig ihr das Heranführen der kleinsten Mitbürger an die Aufgabenbereiche der ÖWR ist. Jugendleiterin Diana Fankhauser freute sich über die Zahl von 439 Schülerinnen und Schülern, die im vergangenen Jahr in Schulsportprojekten der Einsatzstelle betreut werden konnten. Dabei absolvierten einige Nachwuchs-Schwimmer auch fleißig ihre Leistungsabzeichen. Zusammen mit den Jugendtrainings zu Junior-Retter und Helferschein  konnten im vorigen Vereinsjahr somit insgesamt 388 Schwimmabzeichen abgelegt werden. Die Einsatzstelle kann sich neben diesen Projekten aber auch über ganzjährig aktive Nachwuchs-Retterinnen und -Retter freuen: 70 Kinder und Jugendliche nahmen 2017 während der Schulzeit an den wöchentlichen einstündigen Trainings teil.

Und auch bei den Dreharbeiten für SOKO-Kitzbühel war die Expertise der Einsatzstelle wieder gefragt: Im Oktober überwachte ein vierköpfiges Team den sicheren Ablauf der Dreharbeiten am Kitzbüheler Schwarzsee und durfte auch vor der Kamera den Einsatzablauf präsentieren. Auf der Jahreshauptversammlung konnte den Mitgliedern der Einsatzstelle zudem erstmals der neue Wasserrettungsfilm gezeigt werden, der anschaulich die Einsatzfähigkeit der ÖWR erklärt und verdeutlicht. Ein erweitertes gesellschaftliches Engagement steht zudem für die Einsatzstelle über ihre Diensteinsätze in Wildwasser, Klammschluchten und Badeeinrichtungen hinweg an oberster Stelle: Mit Hilfe von freiwilligen Spenden ihrer Mitglieder als auch der Einsatzstelle selbst konnte der Vorstand beim Ö3-Weihnachtswunder in Linz 700 Euro für die Unterstützung in Not geratener Mitbürger beisteuern.

 

Entscheidungen und Ehrungen

Mit dem neuen Vereinsjahr wurde die Entscheidung gefällt, die Betreuung einer der bis dato 13 Gebietsgemeinden nicht mehr fortführen zu können: Die Wildschönau scheidet aufgrund mangelnder Zusammenarbeit seitens der Gemeinde aus dem Betreuungsgebiet der Einsatzstelle Mittleres Unterinntal aus. Eine weitere Neuerung findet sich im Vorstand: Thomas Summerer, der als Fließgewässer-Retter 2017 geehrt werden konnte, übernimmt den bis dato unbesetzten Fachbereich des Medienreferenten. Geehrt wurden auch andere tatkräftige Mitglieder – über das Leistungsabzeichen in Bronze konnten sich Theresa Bäuml, Christoph Moser und Mario Sprenger freuen, die Ehrung mit Silber wurde Harald Mair, Nina Neumayr und Manfred Zeindl zuteil.

 

Beliebte Ausbildungen wieder ab März

In ihrem Jahresprogramm bietet die Einsatzstelle Mittleres Unterinntal wieder Helfer- und Retterschein-Kurse an. Am 17. März findet der nächste Helferschein-Kurs in der Wörgler Wasserwelt (WAVE) statt, zu dem alle Interessierten ab 13 Jahren recht herzlich eingeladen sind. Und für alle, die den Helferschein bereits absolviert haben, bietet die Einsatzstelle – ebenso ab dem 17. März – den darauf aufbauenden Retterschein-Kurs an (Mindestalter: 16 Jahre).Vorläufige Details zu den Kursen und der Anmeldung können bereits auf der Homepage owr.kramsach.net eingesehen werden. Die ÖWR freut sich auf viele neue motivierte Lebensretter in spe, die mit der Einsatzstelle Mittleres Unterinntal in ein gutes und spannendes neues Vereinsjahr starten wollen!